Immobilienkaufmann

Die Ausbildung, Umschulung oder Weiterbildung zum Immobilienkaufmann

Was ist der Unterschied zwischen Immobilienmakler und Immobilienkaufmann?

Der Beruf des Immobilienkaufmanns ist ein Beruf, der oft mit dem Immobilienmakler verwechselt wird. Die Wahrheit ist, dass der Immobilienkaufmann mehr Verantwortungsbereiche und Aufgaben hat als ein Immobilienmakler. Ein weiterer Unterschied ist, dass der Immobilienkaufmann in so gut wie allen Fällen ein festes Gehalt hat und sich im Gegensatz zum Immobilienmakler nicht ausschließlich auf Vermittlungsprovisionen verlassen muss, um wirklich gut zu verdienen.

Ausbildung Immobilienkaufmann – Duale Ausbildung oder Fernstudium?

Die Ausbildung zum Immobilienkaufmann ist bundesweit durch das Berufsbildungsgesetz geregelt. Die Ausbildung findet über einen Zeitraum von drei Jahren in einer Berufsschule und einem Betrieb, der im Immobiliengewerbe tätig ist, statt. Der Auszubildende kann sich während der recht flexiblen Ausbildung auf einen Schwerpunkt konzentrieren. Am Ende der Ausbildung steht die Prüfung zum geprüften Immobilienkaufmann.

Es ist auch eine Ausbildung über das Fernstudium möglich. Allerdings bevorzugt die IHK es in den meisten Fällen, dass die Menschen, die an der Prüfung teilnehmen möchten, auch irgendwann praktische Erfahrungen in dem Beruf gesammelt haben. Das Fernstudium eignet sich also vor allem für diejenigen, die in einem Unternehmen, das mit Immobilien zu tun hat, arbeiten und sich gerne in ihrer eigenen Zeit weiterbilden möchten. Das Fernstudium kann auch dann erfolgreich sein, wenn man ein Praktikum in einem geeigneten Unternehmen absolvieren kann. In manchen Fällen kann man jedoch auch an der Prüfung teilnehmen, wenn man keine praktische Erfahrung hat.

Immobilienkaufmann

Die Ausbildung zum Immobilienmakler ist oft der ideale Einstieg in die Branche

Was geschieht bei einer Immobilienkaufmann Ausbildung am Anfang?

Wer sich erfolgreich für eine Immobilienkaufmann Ausbildung beworben hat, der wird am Anfang der Ausbildung einiges an Papierkram erledigen müssen. Der neue Auszubildende muss die Ausbildungsordnung verstehen und dann einen Ausbildungsvertrag unterschreiben (den man sich auch wirklich gut durchlesen sollte).
Der Auszubildende wird in der Berufsschule gleich zu Beginn auch erst einmal über wichtige Themen über die Arbeitswelt des Immobilienkaufmanns aufgeklärt. So stehen zum Beispiel Themen wie das Arbeitsentgelt, Urlaub, Mutterschutz, Kündigungsschutz und inwieweit ein Auszubildender im Betrieb ein Mitspracherecht hat am Anfang des Lehrplans.

Was sind die üblichen Inhalte einer Ausbildung zum Immobilienkaufmann?

Die Inhalte der Ausbildung, Weiterbildung und Umschulung zum Immobilienkaufmann unterscheiden sich von Berufsschule zu Berufsschule nur sehr gering, da diese sich an die Inhalt des offiziellen Rahmenlehrplans halten müssen. Was das Unternehmen, das den Auszubildenden beschäftigt, dem Auszubildenden vermittelt, hängt u.a. davon ab, ob der Auszubildende sich auf einen bestimmten Bereich konzentrieren möchte, und welche Werte bei dem Unternehmen besonders gefragt und wichtig sind. Menschen, die sich zum Immobilienkaufmann umschulen, weiterbilden oder ausbilden lassen, können damit rechnen, dass sie die folgenden Dinge lernen müssen:

  • Richtig lernen und präsentieren: Während der Ausbildung Immobilienkaufmann muss man einiges lernen, und Präsentationen sind nicht nur während der Zeit in der Berufsschule wichtig. Zukünftige Immobilienkaufmänner sollten sich bewusst sein, dass je nach Karriere auch jede Menge Präsentationen gehalten werden müssen. Das Lernen von Techniken für das richtige Lernen und Arbeiten sind ein wichtiger Bestandteil am Anfang der Ausbildung.
  • Struktur und Aufbau von Immobilienunternehmen: Die Auszubildenden lernen in der Berufsschule und im Betrieb mehr darüber wie verschiedene Unternehmen aus dem Bereich der Immobilien strukturiert sind. Sie lernen mehr darüber, was die Ziele von verschiedenen Unternehmen sind und welche unterschiedlichen Berufe notwendig sind, um ein Immobilienunternehmen erfolgreich zu führen.
  • Buchführung: Buchführung mag nicht jedermanns Lieblingsthema sein, allerdings ist es für den Immobilienkaufmann sehr wichtig viel über Buchführung zu wissen. Die Berufsschule deckt deswegen Themen wie Inventur, Inventar, Bilanz, Kontenabschluss, Erfolgsermittlung, allgemeine Grundlagen der Buchführung und die rechtliche Lage der Buchführung ab.
  • Das Vermieten von Wohnräumen: Die Auszubildenden lernen, wie man die Miete einer Wohnung oder eines Hauses festsetzt und wie man neue Mieter findet. Zudem lernen die Auszubildenden alles über Hausordnungen, Hausverwaltung, Mietpreisbindungen, Mietverträge und alles, was mit dem Vermieten von Wohnräumen zu tun hat.
  • Verwalten und Pflege von Wohnräumen: Oft werden Wohnräume nicht direkt vermietet, entweder, weil keine Nachfrage vorhanden ist, oder weil die Wohnräume in schlechtem Zustand sind. Die Berufsschule bringt den Auszubildenden bei, wie man diese Wohnräume verwaltet und pflegt.
  • Das Bewirtschaften von gewerblichen Immobilien: Das Verkaufen und Vermieten von gewerblichen Immobilien unterscheidet sich vom Verkaufen und Vermieten von Wohnräumen, deswegen wird es dafür zusätzliche Module in der Berufsschule geben. Die Ausbildung Immobilienkaufmann beinhaltet alles, was der Auszubildende über Mietverträge, Nebenkosten, Umsatzsteueroptionen, Pachtverträge, Vereinbarungen über Modernisierungen und Reparaturen, Wettbewerbsschutz und die Mieterauswahl wissen sollte.
  • Erwerb und Entwicklung von Grundstücken: In diesem Modul geht es rund um den Erwerb von Grundstücken. Es werden Themen wie buchhalterische Erfassung des Erwerbs, Grundbucheintrag, Erbbaurecht, das Baulastenverzeichnis und andere wichtige Aspekte des Grundstückerwerbs abgedeckt.
  • Entwicklung und Begleitung von Bauprojekten: Der Immobilienkaufmann kümmert sich nicht nur um bereits bestehende Grundstücke. Oft ist er auch an der Planung und Begleitung von neuen Projekten beteiligt. Deswegen lernen die Auszubildenden über die Projektzielsetzung, Inhalte eines Bauvertrags, Bauversicherungen und Teamarbeit.
  • Weitere Module, die in der Immobilienkaufmann Ausbildung behandelt werden: Verwalten von Wohneigentum, Vermittlung von Immobilien, Handel mit Immobilien, Finanzierung von Immobilien, der Einfluss der allgemeinen Wirtschaft auf den Immobilienmarkt, Jahresabschlussarbeiten, Beurteilung von Immobilien, Steuern, Abschreibungen, baurechtliche Anforderungen, Marketing, Kundenbetreuung, Kundengespräche und weitere kundenbezogene Themen.

Je nachdem, welches Schwergebiet ein Auszubildender wählt, kann der Lehrplan ein wenig anders ausfallen. So werden einige Themen mehr behandelt und in anderen nur die Grundlagen vermittelt. Ein Auszubildender kann sich zum Beispiel dafür entscheiden, dass er sich vor allem auf gewerbliche Kunden konzentrieren möchte. In diesem Fall wird er im Bereich der Wohneigentum und Wohnraum Vermittlung und Vermietung nur die notwendigen Basisthemen lernen.

Umschulung Immobilienkaufmann – Wenn man bereits einiges an Vorwissen bzw. Erfahrung hat

Eine Umschulung zum Immobilienkaufmann ist oft ca. ein Jahr kürzer als die traditionelle, duale Ausbildung. Umschulungen sind vor allem für Menschen geeignet, die bereits in einem Unternehmen, das mit Immobilien zu tun hat, gearbeitet haben. Das Vorwissen aus diesem Beruf verhilft zu einer kürzeren Ausbildungszeit. Auch Immobilienmakler können durch eine Umschulung zu einem Immobilienkaufmann werden, jedoch wählen Immobilienmakler aufgrund ihres umfassenden Wissens über Immobilien meist eine Weiterbildung.

Weiterbildung Immobilienkaufmann – Für Menschen, die bereits in der Immobilienbranche arbeiten

Der Immobilienkaufmann ist nicht der einzige Beruf, der in Unternehmen wie z.B. Wohnungsgenossenschaften, Wohnungsunternehmen, Bauträgern, Hausverwaltungen, Immobilienverwaltungen und Immobilienprojekten benötigt wird. Angestellte solcher Unternehmen bzw. Projekte, oder ein Immobilienmakler, der sich gerne weiter entwickeln möchte, sind die idealen Kandidaten für eine Weiterbildung als Immobilienkaufmann.

Daneben kann man sich auch als Immobilienkaufmann noch zum Immobilienfachwirt weiterbilden lassen.

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